Swan-Bitcoin-Gründer Cory Klippsten sagt, künstliche Intelligenz stelle für Bitcoin eine unmittelbarere Sicherheitsbedrohung dar als Quantencomputer. In einem Interview bei Cointelegraphs Chain Reaction warnte er, dass Hacker große Sprachmodelle einsetzten, um Systeme auf Schwachstellen zu untersuchen.

Klippsten bezeichnete die Bedenken hinsichtlich Quantencomputern auf absehbare Zeit als weitgehend spekulativ. Er schätzte, dass Computer, die Bitcoins Kryptografie bedrohen könnten, noch mindestens ein Jahrzehnt entfernt seien, und sagte, das Netzwerk könne quantenresistente Schutzmaßnahmen einführen, falls das Risiko glaubwürdig werde. Sie verfrüht umzusetzen, könnte seiner Ansicht nach unnötige Komplexität mit sich bringen.

Seine Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund von Berichten über Sicherheitsvorfälle bei Kryptowährungsbörsen. Brasiliens Mercado Bitcoin setzte am Montag nach einem Vorfall Ein- und Auszahlungen aus; Forscher schätzten, dass mehr als 46 Millionen Dollar aus den Wallets abgeflossen waren. Der Artikel berichtete außerdem, dass Binance bei einem Hack am 29. Oktober 6,3 Milliarden Dollar verloren habe, den das FBI nordkoreanischen Hackern zuschrieb.

Klippsten warnte davor, dass Kryptounternehmen sich zum Schutz von Kundenvermögen auf hastig entwickelte Software verlassen sollten, und betonte, wie wichtig fundierte Sicherheitsexpertise sei. Außerdem sagte er, einige Start-ups und Investoren hätten Ängste vor Quantencomputern genutzt, um Finanzierungen anzuziehen. Einen großen Teil der Diskussion bezeichnete er als Angst, Unsicherheit und Zweifel statt als Beleg für eine unmittelbar drohende Gefahr.

Quellen: Cointelegraph.